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Heilige Skt. Florian

Der heilige Sankt Florian

Helfen in der Not ist unser Gebot

Geschichtliches

Name: Florian ( lat. "der Blühende" )

Gedenktag:  4. Mai

 

Florian war der Überlieferung aus dem 8. Jahrhundert nach Amtsvorsteher des Statthalters der römischen Provinz Ufernoricum, Aquilinus. Nach seiner Pensionierung - möglicherweise erfolgte sie, weil Florian Christ geworden war - lebte er in Aelium Cetium - dem heutigen St. Pölten. In der Christenverfolgung unter  Kaiser Diocletian kam Statthalter Aquilinus nach Lauriacum - dem  heutigen Lorch - , um die Christen auszuforschen. 40 Christen wurden ergriffen und nach vielen Martern eingesperrt. Florian  eilte nach Lauriacum, um ihnen gegenüber seinem früheren Vorgesetzten beizustehen. Aber Aquilinus liess auch ihn verhaften da er sich weigerte, dem Christentum abzuschwören. Er wurde mit Knüppeln geschlagen, seine  Schulterblätter mit geschärften Eisen gebrochen, schliesslich wurde er zum Tod verurteilt und mit einem Stein um den Hals von einer Brücke in die Enns gestürzt. Die 40 Bekenner starben im Kerker.

Die Überlieferung berichtet, dass zunächst niemand bereit war, die Hinrichtung an Florian zu vollziehen. Schliesslich stiess ein Soldat ihn doch mit einem Mühlstein um den Hals  ins Wasser; als er dem Ertrinkenden nachschauen wollte, erblindete er - in der Überlieferung des 5. Jahrhunderts erblindete allerdings nicht der Henker, sondern Florian. Florian sei dann wieder aufgetaucht, die Leiche von den Wellen auf einen Felsen geworfen und von einem Adler bewacht worden, um sie vor Schändung durch die Heiden zu bewahren. In der folgenden Nacht erschien Florian demnach Valeria, einer frommen Frau, mit der Aufforderung, ihn zu bestatten, was diese auf ihrem Landgut umgehend  tat. Die Ochsen, die den Leichnam beförderten, seien vor Durst völlig ermattet, worauf auf wunderbare Weise eine Quelle entstand - der noch  heute fliessende "Floriansbrunnen".
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Albrecht Altdorfer (um 1480 - 1538): Das Martyrium  des Florian, um 1530, Galleria degli Uffizi in Florenz   

Schutzpatron  der Feuerwehren

 Es brennt, o heiliger Florian, heut aller Orts und Enden:
Du aber bist der rechte Mann, solch Unglück abzuwenden

 

Die schriftlichen Zeugnisse der  Florianslegende haben sein Leben und sein Sterben im frühchristlichen Frühjahr des Jahres 304 jahrhundertelang poetisch ausgeschmückt. Das  Volk jedoch wusste von ihm noch etwas Schöneres. Von Mund zu Mund wurde eine wundersame Tat des Knaben Florian verbreitet: Er hatte, so klein er noch war, einen Hausbrand mit einem winzigen Kübel Wasser gelöscht.  Weiterhin blieb ein Köhler in einem brennenden Meiler unversehrt, als er Florian zu Hilfe gerufen hatte. So bekam der zur Zeit der Christenhasser  Diokletian und Macimin Ertränkte, der mit einem Mühlstein um den Hals in die reissende Enns geworfen wurde, gegen Ende des Mittelalters die Attribute Feuer, Haus, Wasserkübel oder Krug. Die früh aufgeschriebenen Floriansberichte setzen die Märtyrerakten des 2. und 3. Jahrhunderts fort.

Nun, der gestrenge Florian weiss schon: Es ist mehr blosse Gedankenlosigkeit als nackte Missgunst, was das Volk so beten lässt, und dass kein rechtschaffener  Christenmensch seinem Nachbarn im Ernst den roten Hahn an den Kragen wünscht. Ganz abgesehen davon, da es ihm dann bei der Gelegenheit auch  blühen könnte!
Ganz grosse Stücke auf Sankt Florian aber muss jener dreimal abgebrannte Bauer gehalten haben, der über seinen Neubau den Vers gesetzt hat:

"Dies Haus stand einst in Gottes Hand - Und ist doch dreimal abgebrannt. Zum vierten Mal hab' ich's gebaut - Doch nun Sankt Florian anvertraut!"

Zwar hat sich dieser Versdichter arg in der  Rangordnung der Werte verguckt und dem Gefolgsmann weit mehr zugetraut  als dessen Vorgesetztem, aber auch hier scheint's kein böser Wille oder  mangelndes Gottvertrauen gewesen zu sein, sondern das verstandesmässig nicht zu beweisende Gefühl, dass einfach der heilige Florian für das Ressort "Brand und Feuer' der; am ehesten Zuständige von allen Himmlischen sein müsse.
Noch drastischer drückt ein anderer Hausbesitzer sein Vertrauen zum  Heiligen aus, wenn er über seine Haustüre schreibt:

 


               Florian-Gedichte         

 

Oh heiliger Sankt Florian
Verschon unser Haus, / steck' andere an!

 

Es brennt, o heiliger Florian, / heut aller Orts und Enden:
Du aber bist der rechte Mann / solch Unglück abzuwenden.

 

  

 

Lied  von Annette Thoma

O heiliger Sankt Florian mit
frommen Sinn wir kommen an. Laß deine Fürsprach
uns erfahrn in Wassersnot und Feuersgefahrn
Und wenn im Herzen sich entzündt
das Feuer schwerer Schuld und Sünd,
dann lösch das Feuer, steh uns bei,
auf dass uns Gott sein Gnad verleih. Geht es dereinst zum letzten End,
mach, dass das Herz in Lieb entbrennt
zum Vater der Barmherzigkeit,
der uns schenkt die ewig' Seligkeit

 

 

 

 

Quellen:

         - www. heiligenlexikon.de

         - www.heilbronn-neckar.de/Heilige/Florian.htm

 

 

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Der Mühlstein, mit dem Florian ertränkt  worden sei; ist heute in der Krypta der Stiftskirche von St. Florian bei Linz